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Wenn äusserlich alles stimmt, aber innerlich etwas unruhig ist.


Ruhe Entspannung Doreen M. Gronwald


Vielleicht kennst du dieses Gefühl.

Dein Leben ist eigentlich gut.

Du funktionierst, du meisterst deinen Alltag, du hast vieles erreicht.

Und trotzdem ist da diese innere Unruhe.


Kein Drama. Kein klarer Auslöser. Nur ein leises, konstantes Ziehen in dir. Ein Gefühl von „nicht ganz da sein“, von innerer Spannung oder Rastlosigkeit.

Und vielleicht fragst du dich:Was stimmt nicht mit mir?



Innere Unruhe ist kein Fehler

Lass mich dir eines gleich zu Beginn sagen:

Innere Unruhe ist kein Zeichen von Schwäche, Undankbarkeit oder Versagen.

Sie ist auch kein Problem, das du „wegarbeiten“ oder „lösen“ musst.

Innere Unruhe ist oft ein intelligentes Signal deines Systems.

Ein Hinweis darauf, dass etwas in dir gehört, gesehen oder neu ausgerichtet werden möchte.



Wenn alle Ebenen miteinander sprechen

Wir sind nicht nur Kopf. Nicht nur Körper. Nicht nur Gefühl.


Innere Unruhe entsteht selten auf nur einer Ebene. Sie ist meist das Zusammenspiel mehrerer Ebenen.


  • Physisch zeigt sie sich oft als innere Anspannung, flacher Atem, ein Nervensystem im Dauer-Alarm. Vielleicht empfindest du auch ein leichtes Kribbeln so, wie wenn du neu zusammengesetzt würdest.

  • Mental versucht der Kopf Antworten zu finden, zu analysieren, zu kontrollieren.

  • Emotional liegt darunter häufig etwas Ungespürtes wie Traurigkeit, Sehnsucht, Überforderung, Müdigkeit.

  • Spirituell kann Unruhe ein leiser Ruf sein, nach mehr Verbindung, Sinn und innerer Wahrheit.


Wenn wir nur auf einer Ebene ansetzen, bleibt die Unruhe oft bestehen. Nicht, weil wir etwas falsch machen, sondern weil unser System ganzheitlich spricht.



Vielleicht will gar nichts „weg“

Was wäre, wenn deine innere Unruhe gar nicht verschwinden will?

Was, wenn sie nicht dein Gegner ist?

Was, wenn sie ein Übergang ist zwischen dem, was du lange gelebt hast und dem, was jetzt in dir reifer wird?


Manchmal entsteht Unruhe genau dann, wenn wir innerlich bereit sind für eine neue Tiefe, aber äusserlich noch so leben wie früher.



Ein Moment zum Innehalten

Du musst jetzt nichts tun.

Nichts verändern. Nichts entscheiden.

Vielleicht darfst du dir einfach einen Moment erlauben, diese Unruhe nicht zu bekämpfen, sondern ihr zuzuhören, wenn sie sich das nächste Mal bemerkbar macht.

Nicht mit dem Kopf.

Sondern mit deiner Präsenz.


Vielleicht ist deine innere Unruhe kein Problem. Vielleicht ist sie eine Einladung, auf die du insgeheim längst gewartet hast.

Lass diesen Gedanken einen Moment in dir wirken.



Ich halte regelmässig Räume, in denen wir genau solchen inneren Signalen auf sichere, ruhige Weise begegnen. Nicht, um sie zu reparieren, sondern um sie zu verstehen und zu integrieren.



 
 
 

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